Seminare & Vorträge

Evangelisches Zentralinstitut
für Familienberatung Berlin

 

Auguststrasse 80 | 10117 Berlin | Tel.: 030 - 283 95 200

Mo | 12.03.2018 | 13:00 Uhr - Mi | 14.03.2018 | 17:00 Uhr | 390,00 Euro

 

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Anmeldung

 

Zum Umgang mit Sehnsüchten und Konflikten in leidenschaftlichen Dreiecks-Beziehungen

 

Viele moderne Partnerschaften leben in einem chronischen Dilemma zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Alltagsstress, Beziehungskonflikte und sexuelle Frustrationen lassen immer wieder tiefe Sehnsüchte nach romantischer Verliebtheit und leidenschaftlicher Sexualität entstehen. Diese Liebessehnsüchte erscheinen als traumhafte Lösungen für einen frustrierenden Beziehungsalltag. Warum soll man chronische Konflikte in lieblosen Partnerschaften aushalten, wenn Partnerschaftsbörsen im Internet mehr als 300 bessere Alternativen im näheren Umkreis versprechen?

 

Liebesaffären bieten die Aussicht auf Leidenschaft anstelle routinierter Sexualität, setzen eine neue Liebe an die Stelle der alten und erleichtern damit komplizierte und schmerzliche Beziehungsübergänge. Sie können als Folgen des Schicksals (und nicht betrügerischer Absichten) erklärt werden und mindern so Schuldgefühle, weil man eben Opfer der Liebe ist. Liebesaffären erscheinen damit als bevorzugte Lösung für überforderte und konfliktreiche Partnerschaften. Damit sind Liebesaffären und unbefriedigte Liebessehnsüchte häufige Anlässe für Paarberatungen und erfordern besondere Sorgfalt und Kreativität in der beraterisch-therapeutischen Bearbeitung.

 

In diesem Vertiefungsseminar werden folgende Schwerpunkte gesetzt:

  • Die Paardynamik vor der Liebesaffäre
  • Die Beratung während der akuten Krise
  • Wege zur Entscheidung: Versöhnung oder Trennung

Die Themen werden vom Referenten anhand von Beispielen aus der Weltliteratur, der eigenen paartherapeutischen Praxis und der modernen Paarpsychologie zu einer Psychologie leidenschaftlicher Beziehungen verdichtet.

 

Fallvignetten der Teilnehmenden zur Intervision in Kleingruppen sind erwünscht.

 

Literaturhinweise:

Liebesaffären – Zur Psychologie leidenschaftlicher Beziehungen (Psychosozial-Verlag, 2005) von Wolfgang Hantel-Quitmann

oder

Kapitel 6. Liebesaffären – Zwischen Sicherheit und Sehnsucht, S. 145-175
In: Basiswissen Familienpsychologie, Familien verstehen und helfen (Klett-Cotta 2013) von Wolfgang Hantel-Quitmann

Hantel-Quitmann, Wolfgang, Sehnsucht. Das unstillbare Gefühl. Klett-Cotta. Stuttgart 2011

 

Zielgruppe

Erfahrene Paarberater*innen und Paartherapeuten*innen sowie alle Fachkräfte der psychosozialen Beratung, die sich aus beruflichen oder persönlichen Gründen für das Thema interessieren.

 

 

Mo | 19.11.2018 | 13:00 Uhr - Mi | 21.11.2018 | 17:00 Uhr | 390,00 Euro

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Liebe, Gewalt und Wahnsinn – Gewalt in familiären Beziehungen

Wie können Liebesbeziehungen zu Orten der brutalsten Gewalt werden? Wie kann man das Verhältnis von Liebe und Aggression und die Entstehung von Gewalt in intimen Beziehungen verstehen? Und wie kann man den Menschen aus den wiederkehrenden Spiralen der Gewalt heraushelfen?

Themen des Seminars sind u.a.: Liebe will besitzen – Über den Besitzanspruch der exklusiven Liebe. Liebe kann tödlich sein – über den Zusammenhang von Liebe und Gewalt. Die Formen der Gewalt in Partnerschaften und Familien: Partnergewalt, Kinder als Zeugen partnerschaftlicher Gewalt; Gewalt zwischen Eltern und Kindern; Gewalt von Kindern und Jugendlichen an Eltern; Gewalt zwischen Geschwistern; Gewalt gegen ältere Menschen oder die alten Eltern. Gründe für Gewalt in der Familie. Die vielfältigen Verschiebungen der Aggressionen. Schmerz und die neurobiologische Sicht der Gewaltentstehung. Beschämung, Demütigung und Ausgrenzung. Gewalt in Migrationsfamilien. Die Überwindung der Sprachlosigkeit. Vertiefende Fragen zum Thema.

 

In diesem Seminar werden folgende Schwerpunkte gesetzt:

  • Die verschiedenen Formen der Gewalt in Partnerschaft und Familie und ihre Besonderheiten
  • Zum multiperspektivischen Verständnis der Entstehung von Gewalt
  • Beratung und Therapie bei partnerschaftlicher und familiärer Gewalt

Die Themen werden behandelt anhand von Beispielen aus der Weltliteratur, eigenen Fallbeispielen aus familiengerichtlichen Verfahren, der eigenen paar- und familientherapeutischen Praxis, den Theorien der modernen klinischen Familienpsychologie und nicht zuletzt den Fallvignetten der Teilnehmer/innen.

 

Fallvignetten der Teilnehmenden zur Intervision in Kleingruppen sind erwünscht.

 

Literaturhinweise:

Borst, Ulrike, Lanfranchi, Andrea (Hg. 2011), Liebe und Gewalt in nahen Beziehungen. Therapeutischer Umgang mit einem Dilemma

Hantel-Quitmann, Wolfgang, Liebe, Gewalt und Wahnsinn – Gewalt in intimen Beziehungen, in: Hantel-Quitmann, W., Klinische Familienpsychologie. Familien verstehen und helfen. Klett-Cotta, Stuttgart 2015, Kap. 1, S. 16-40.

 

Zielgruppe

Erfahrene Paarberater*innen und Paartherapeuten*innen sowie alle Fachkräfte der psychosozialen Beratung, die sich aus beruflichen oder persönlichen Gründen für das Thema interessieren.